Der Börsen-TagUS-Kerninflation höher als erwartet - Experte: "Der Preisdruck durch höhere Zölle nimmt zu"
Der Inflationsdruck in den USA hat sich im Juli entgegen den Erwartungen nicht verstärkt, die Kerninflation hat dafür aber deutlicher als erwartet zugenommen. Wie das Bureau of Labor Statistics (BLS) mitteilte, stiegen die Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat um 0,2 Prozent und lagen wie im Juni um 2,7 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Volkswirte hatten Raten von 0,2 und 2,8 Prozent prognostiziert.
Die Kernverbraucherpreise erhöhten sich um 0,3 und 3,1 (2,9) Prozent. Erwartet worden waren Raten von 0,3 und 3,0 Prozent.
"Der allgemeine Preisdruck durch höhere Zölle ist bisher nicht sehr groß, er nimmt aber zu", sagt Bastian Hepperle von Hauck Aufhäuser Lampe ntv.de. "Die Kernrate steht schon wieder über 3,0 Prozent und wird weiter steigen. Unternehmen werden auf diesen Zusatzkosten nicht alleine sitzen bleiben."
Mit dem Inkrafttreten der reziproken Zölle Anfang August nehme der Kostendruck nun noch mehr zu. Unternehmen würden ihre Preisüberwälzungspolitik in den kommenden Monaten verstärken. "Durch höhere Preise verlieren US-Konsumenten zugleich an Kaufkraft. Der Wachstumsmotor der US-Wirtschaft wird somit weiter an Kraft verlieren. Die Schwächesignale vom Arbeitsmarkt dürften sich verstärken. Auf ihrer Sitzung im September wird die Fed ihren Leitzins senken", so der US-Experte.