Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagUS-Konzerne starten Aktienrückkäufe in Rekordhöhe

11.08.2025, 12:28 Uhr

US-amerikanische Unternehmen kaufen laut einem Bericht des "Wall Street Journals" (WSJ) ihre eigenen Aktien im Rekordtempo zurück. Allein in diesem Jahr haben Firmen demnach Rückkäufe im Wert von 983,6 Milliarden Dollar angekündigt. Das geht aus Daten des Finanzforschungs- und Vermögensverwaltungsunternehmen Birinyi Associates zurück, die bis ins Jahr 1982 zurückreichen. Für das Jahr 2025 wird insgesamt ein Rekordwert von 1,1 Billionen US-Dollar erwartet.

Apple

Angeführt wird diese Entwicklung von Großbanken und Technologieunternehmen. Zu den größten Rückkäufern zählen dem WSJ-Bericht zufolge die Tech-Giganten Apple und die Google-Mutter Alphabet, aber auch JPMorgan Chase, Bank of America und Morgan Stanley haben entsprechende Pläne geäußert.

Zuletzt versprach Apple im Mai bis zu 100 Milliarden Dollar in den Kauf eigener Aktien investieren zu wollen. Das Unternehmen verfügt laut den im Juli veröffentlichten Quartalsergebnissen über 36,3 Milliarden Dollar an Barmitteln und Barmitteläquivalenten. Alphabte kündigte schon Anfang des Jahres ein Aktienrückkaufprogramm im Wert von 70 Milliarden US-Dollar an und teilte mit, über rund 21 Milliarden US-Dollar an Barmitteln und Barmitteläquivalenten zu verfügen. Bei den Banken hat sich JPMorgan im Juli an die Spitze gesetzt. Das Unternehmen will Aktien im Wert von 50 Milliarden Dollar zurückkaufen wird. Die Bank of America kündigte ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 40 Milliarden Dollar an, und Morgan Stanley genehmigte erneut Rückkäufe im Wert von bis zu 20 Milliarden Dollar.

Während sich die Kassen der Unternehmen durch starkes Gewinnwachstum und Steuersenkungen füllen, geraten Investitionspläne vieler Unternehmen durch die Verunsicherung im Handel ins Stocken. Rückkäufe wurden so zu einer attraktiven Möglichkeit, Barmittel einzusetzen. "Die Lage ist besser, als alle glauben", zitiert das WSJ Jeffrey Yale Rubin, Präsident von Birinyi Associates. "Die Unternehmen schwimmen im Geld. Sie waren schon vor den besseren Gewinnen in einer guten Verfassung."

Quelle: ntv.de