Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagUS-Pharmakonzern zahlt viel Geld für Vergleich in Babynahrungsklage

21.08.2026, 14:54 Uhr

Abbott vergleicht sich für 670 Millionen US-Dollar in einem Verfahren im Zusammenhang mit Spezialnahrungen für Frühgeborene. Der US-Pharmakonzern legt damit etwa 2000 anhängige Klagen Betroffener bei. Der Großteil des Vergleichs bezieht sich auf die sogenannte Gill-Klage, in der eine Jury im US-Bundesstaat Missouri Abbott zur Zahlung von 495 Millionen Dollar Schadensersatz verurteilt hatte. Die Geschworenen stellten dabei fest, dass das Unternehmen es versäumt hatte, vor dem erhöhten Risiko einer Darmerkrankung durch seine Frühgeborenennahrung zu warnen. Eine Berufung von Abbott gegen das Urteil aus dem Jahr 2024 wurde später abgelehnt.

Abbott erklärte, man habe sich entschieden, sowohl im Fall Gill als auch bei anderen Klagen im Zusammenhang mit der Darmerkrankung der nekrotisierenden Enterokolitis Vergleiche zu schließen, um weitere Berufungen oder Zahlungen von etwa 600 Millionen Dollar allein für den Fall Gill zu vermeiden.

Quelle: ntv.de