Der Börsen-TagUS-Politik setzt Teamviewer zu
Die Investitionszurückhaltung von US-Kunden hat das Wachstum von Teamviewer gebremst. Dank einer ungebrochenen Nachfrage von Großkunden aus anderen Regionen konnte der Spezialist für Fernwartungssoftware Umsatz und Gewinn dennoch steigern. "Das zweite Quartal war sicherlich der Tiefpunkt wegen des Streits um die US-Steuererleichterungen und die Diskussionen um die US-Einfuhrzölle", sagte Firmenchef Oliver Steil. "Für das dritte und vierte Quartal sieht es deutlich besser aus. Die Verunsicherung lässt nach."
Der Konzernumsatz stieg im Berichtszeitraum den Angaben zufolge währungsbereinigt um sechs Prozent auf 190,7 Millionen Euro. Dabei fiel das Plus im Großkundengeschäft mit 15 Prozent mehr als doppelt so hoch aus. Das Wachstum der jährlichen wiederkehrenden Erlöse ging dagegen auf vier Prozent zurück. Dies sei vor allem auf das schwache Geschäft der kürzlich übernommenen Softwarefirma 1E zurückzuführen, erläuterte Steil. "Im vergangenen Jahr hatte 1E einen Großauftrag einer US-Bundesbehörde gewonnen, der im zweiten Quartal 2025 zur Erneuerung anstand." Unter dem Einfluss der US-Effizienzbehörde Doge habe dieser Kunde Einsparungen vorweisen müssen. Mit Hilfe von Preisnachlässen habe Teamviewer ihn halten können.