Der Börsen-TagUS-Renditen drücken Anlegerstimmung
Steigende US-Anleiherenditen und geopolitische Spannungen setzen den asiatischen Aktienmärkten zum Wochenausklang zu. Der Nikkei-Index gibt 0,3 Prozent auf 66.008,45 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix notiert 0,1 Prozent niedriger bei 4054,66 Zählern. In China bleibt der Shanghai Composite fast unverändert bei 3904,46 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen steigt dagegen um 0,5 Prozent auf 4615,62 Punkte.
In Japan stützen robuste Konjunkturdaten den Markt nur bedingt, obwohl die Industrie im August so schnell wuchs wie seit 2018 nicht mehr. "Die Fabriken verzeichneten einen starken Anstieg bei Produktion und Neuaufträgen", erklärt Annabel Fiddes von S&P Global. Dennoch drückt die anziehende Inflation die Stimmung, da sie eine weitere Zinserhöhung der japanischen Notenbank wahrscheinlicher macht.
In China hoffen Anleger derweil auf weitere staatliche Unterstützung für die stotternde Wirtschaft. Vize-Finanzminister Liao Min kündigte an, man werde zeitnah zusätzliche fiskalpolitische Maßnahmen auf den Weg bringen. Weltweit sorgen jedoch die rasant steigenden US-Schulden und die Ankündigung von US-Finanzminister Scott Bessent, die Anleihekäufe auszuweiten, für Nervosität. Analysten bezweifeln, dass die US-Regierung das Haushaltsdefizit in den Griff bekommt. "Historisch gesehen wehren sich die Märkte, wenn sie glauben, dass die Fundamentaldaten wie Rekordschulden auf ihrer Seite sind", warnt Stratege Steven Zeng von der Deutschen Bank.