Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagUS-Staaten ziehen gegen Pharmafirmen juristisch zu Felde

18.08.2020, 15:05 Uhr
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(Foto: AP)

Für die durch Schmerzmittel verursachte weit verbreitete Drogenabhängigkeit in den USA fordern Bundesstaaten Insidern zufolge insgesamt 26,4 Milliarden Dollar Schadensersatz von den Herstellern und Vertreibern der Opioide. An entsprechenden Verhandlungen seien die Pharmafirmen McKesson, AmerisourceBergen und Cardinal Health beteiligt, die mehrheitlich Medikamente im Land vertreiben, sowie der Konzern Johnson & Johnson, der einige der opioiden Schmerzmittel produziert, hieß es.

Demnach liegen mehr als 3000 Klagen gegen Unternehmen in der pharmazeutischen Versorgungskette vor, die von Bundesstaaten, Kommunen bis hin zu Indianerstämmen gestellt wurden. Den Beklagten wird vorgeworfen, zur Verseuchung der Bevölkerung mit Opioiden beigetragen zu haben.

Erst in einem Fall kam es vor Gericht bisher zu einer Entscheidung: 465 Millionen Dollar muss Johnson & Johnson nach einem Urteil in Oklahoma zahlen. In anderen Fällen kam es zu kleineren Vergleichen, die Mehrheit der Klagen ist aber ungelöst. Der OxyContin-Hersteller Purdue Pharma musste wegen des Rechtsstreits bereits Insolvenz anmelden.

Quelle: ntv.de