Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagÜbernahmeskandal: Briten liefern Autonomy-Gründer an USA aus

12.05.2023, 14:52 Uhr
9dfbc1cc6133ffe779e0e0063eee5224
Michael Lynch (Foto: REUTERS)

Wegen mutmaßlicher Bilanzmanipulation in Milliardenhöhe hat Großbritannien den Geschäftsmann Michael Lynch an die USA ausgeliefert. Das bestätigte das Innenministerium in London, wie die BBC berichtete. Der Brite war im April vor einem Londoner Berufungsgericht mit einer Klage gegen die Anordnung gescheitert.

Die US-Justiz wirft dem Gründer der britischen Software-Firma Autonomy vor, den US-Konzern Hewlett-Packard (HP) vor der Übernahme in betrügerischer Weise über den finanziellen Zustand des Unternehmens getäuscht zu haben. HP hatte Autonomy 2011 für elf Milliarden Dollar gekauft. Kurz danach gab das Unternehmen eine riesige Abschreibung von 8,8 Milliarden Dollar auf Autonomy bekannt. Der frühere Autonomy-Finanzchef Sushovan Hussain wurde in den USA wegen Betrugs zu fünf Jahren Haft und einer Geldstrafe in Millionenhöhe verurteilt. Lynch weist die Vorwürfe zurück.

Quelle: ntv.de