Der Börsen-Tag"Unfähigkeit": Airbus kritisiert Zulieferer
Airbus muss das Produktionsziel für seinen Verkaufsschlager A320 erneut verschieben. Der französisch-deutsche Flugzeugbauer gab dafür dem US-Zulieferer Pratt & Whitney die Schuld, der bei der Produktion von Triebwerken mit der Münchner MTU Aero Engines zusammenarbeitet. "Bei der A320-Familie hat die Unfähigkeit von Pratt & Whitney, die Zahl der von Airbus bestellten Triebwerke zuzusagen, negative Auswirkungen auf die Prognose für dieses Jahr und das Tempo des Hochlaufs", hieß es. Airbus werde es deshalb bis Ende 2027 nur auf 70 bis 75 A320-Flugzeuge pro Monat bringen, erst danach werde sich die Zahl auf rund 75 einpendeln - den Wert, den Airbus sich eigentlich für 2027 vorgenommen hatte. Zurzeit sind es rund 60 Maschinen.
Airbus und Pratt & Whitney (P&W) liegen seit Monaten über Kreuz. Sie haben sich bisher immer noch nicht auf eine Zahl zu liefernder Triebwerke für 2026 und 2027 geeinigt. Normalerweise werden solche Vereinbarungen 18 Monate im Voraus getroffen.