Der Börsen-TagUngarischer Forint im Sinkflug

Der Kurs der ungarischen Landeswährung Forint sinkt auf Rekordtief. Im Gegenzug wird der Euro immer teurer: Zuletzt zahlten Händler an den Devisenmärkten rund 328 Forint für einen Euro.
Am Vortag war der Euro sogar noch höher geklettert. Insgesamt verlor der Forint seit Jahresbeginn fast sechs Prozent an Wert gegenüber dem Euro. Analysten begründen das damit, dass die Ungarische Nationalbank (MNB) an ihrer Niedrigzinspolitik festhält.
Für das Exportland Ungarn ist ein schwacher Forint eher von Vorteil. Deutsche Autohersteller wie Mercedes und Audi unterhalten in dem Donauland große Werke, deren Kostenstruktur dadurch günstiger wird. Hingegen müssen zu Sommerbeginn jene Ungarn, die ins Ausland auf Urlaub fahren wollen, tiefer in die Tasche greifen.
Seinen bisherigen Tiefstand markierte der Forint im Januar 2015, als die Schweiz den Franken-Mindestkurs gegenüber dem Euro aufgab.