Der Börsen-TagUnklare Signale zur Powell-Nachfolge
Aus der US-Regierung kommen erneut unklare Signale zur Neubesetzung des Chefs der US-Notenbank Fed. US-Präsident Donald Trump sagte der "New York Times", er habe seine Entscheidung getroffen. Allerdings habe er noch mit niemandem darüber gesprochen. Finanzminister Scott Bessent sagte hingegen, einer der Kandidaten, der Investmentmanager Rick Rieder vom Vermögensverwalter BlackRock, sei von Trump bislang noch nicht einmal interviewt worden.
Rieder ist einer von vier Kandidaten, die nach früheren Angaben für die Nachfolge des Fed-Chefs Jerome Powell in Frage kommen, dessen Amtszeit im Mai ausläuft. Die drei anderen sind der Wirtschaftsberater des Weißen Hauses, Kevin Hassett, Fed-Gouverneur Christopher Waller und der ehemalige Fed-Gouverneur Kevin Warsh. Diese drei wurden den Angaben zufolge bereits von Trump interviewt.
Bessent sagte, Rieder sei der einzige Kandidat, der noch keine Erfahrung mit der Fed habe. Auf die Frage, ob dies ein Vorteil sei, antwortete er: "Nun, der Präsident wird entscheiden." Bessent fügte hinzu, er erwarte, dass Trump bald eine Entscheidung treffen werde - vielleicht kurz vor seiner Reise zum Weltwirtschaftsforum, das vom 19. bis 23. Januar in Davos stattfindet, oder gleich danach.