Der Börsen-TagVW liefert erneut das DAX-Topthema
Die 19.000er-Marke nur knapp neun Punkte noch entfernt, hat der DAX im gestrigen Geschäft wieder kehrtgemacht. Am Ende schloss er 1,0 Prozent schwächer mit einem Stand von 18.747 Zählern. Die Angst vor der Courage? Nach dem dünnen Handel zum Wochenstart mischte gestern zumindest auch die Wall Street wieder mit – wenn auch mit durchaus spürbaren Abgaben.
Von der Nachrichtenseite bleibt diese Handelswoche fest in der Hand von Volkswagen. Am Montag überraschte der Wolfsburger Konzern mit frischen Sparplänen, gestern standen dann Ex-Chef Martin Winterkorn und der Diesel-Skandal im Fokus und heute steht eine Betriebsversammlung auf dem Plan, die ziemlich turbulent werden könnte. VW-Markenchef Thomas Schäfer, Konzernchef Oliver Blume und Finanzchef Arno Antlitz stellen den Beschäftigten ihre Sparpläne vor. Das Unternehmen hatte angekündigt, den seit drei Jahrzehnten geltenden Vertrag zur Beschäftigungssicherung zu kündigen, und droht mit der Schließung von Werken in Deutschland. Betriebsratschefin Daniela Cavallo warf dem Vorstand Versagen vor und kündigte Widerstand gegen die Pläne an. "Für uns kommen Standortschließungen nicht infrage", machte sie klar.
Am Morgen werden konjunkturseitig bereits frische Exportdaten präsentiert, denn der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) veröffentlicht die Ergebnisse seiner neuen Unternehmerbefragung. "Exportnation in der Krise", ist die Einladung des BGA überschrieben.
Und dann überprüft die Deutsche Börse ja auch noch die Zusammensetzung ihrer Indizes. Größere Veränderungen dürften dabei aber nicht ins Haus stehen. Zwar gäbe es mit dem Dialyse-Spezialisten Fresenius Medical Care (FMC), dem Anlagenbauer GEA und LEG Immobilien drei Konzerne, die sich gemessen an der Marktkapitalisierung des Streubesitzes für den DAX qualifizieren würden - doch es fehlen die Absteiger. Im MDAX sind allenfalls zwei Veränderungen zu erwarten: Absteigen werden wohl das Biotech-Unternehmen Evotec und der vor der Übernahme stehende Wind- und Solarparkbetreiber Encavis. Aufsteigen könnten der Finanzdienstleister Hypoport und der Börsenneuling Schott Pharma.
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