Wirtschaft
Montag, 20. August 2018

Der Börsen-Tag: Venezuela zieht massive Geldabwertung durch

Venezuelas Präsident hat eine gute und eine schlechte Nachricht für seine Landsleute (und viel Kleingedrucktes):

  • Die gute zuerst: Der Mindestlohn in dem Krisenstaat wird um satte 3500 Prozent angehoben.
  • Die schlechte: Die Währung wird gleichzeitig fast völlig entwertet. Die offizielle Tauschrate wird von 285.000 Bolivar pro Dollar auf 6 Millionen Bolivar für einen Dollar angehoben. Ein Wertverlust von rund 95 Prozent - auf einen Schlag!
  • Zudem bekommt die Währung noch einen neuen Namen und Nullen gestrichen. Aus 1,8 Millionen "Bolívar fuerte" (das heißt tatsächlich "starker Bolívar"!) werden 1800 neue "Bolívar soberano" (souveräner Bolívar).
  • Der neue Bolívar soberano soll zudem an die landeseigene Kryptowährung Petro gekoppelt werden.
  • Für die Inflation, die derzeit geschätzt bei gut 80.000 Prozent liegt, bedeutet all das: gar nichts. Die Geldentwertung dürfte munter weitergehen.
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Quelle: n-tv.de