Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagVerunsicherung hinterlässt tiefe Spuren

25.03.2026, 05:59 Uhr

Die Anleger sind wegen des Iran-Krieges verunsichert und bleiben weitestgehend an der Seitenlinie und außerhalb des allgemeinen Marktgeschehens. Nach der Achterbahnfahrt zum Wochenstart schloss der Dax im gestrigen Geschäft 0,1 Prozent tiefer mit 22.637 Zählern. Der Krieg im Nahen Osten dauert an und eine nachhaltige Erholung bei den Ölpreisen scheint vorerst nicht in Sicht.

Der Iran-Krieg dürfte auch die Stimmung der deutschen Wirtschaft spürbar eingetrübt haben. Das IFO-Institut veröffentlicht seine monatliche Umfrage unter rund 9000 Führungskräften. Ökonomen erwarten, dass sich das Ifo-Geschäftsklima im März auf 86,0 Punkte eintrübt, nach 88,6 Zählern im Februar. Das wäre der tiefste Stand seit Februar 2025. Viele Unternehmen sorgen sich vor allem um steigende Energiepreise und Lieferengpässe als Folge des Flächenbrands im Nahen Osten.

Mit Spannung warten die Finanzmärkte zudem auf den Auftritt von EZB-Chefin Christine Lagarde auf einer Geldpolitik-Konferenz in Frankfurt. An den Finanzmärkten wird angesichts der vom Ölpreisschock ausgehenden Inflationsgefahr auf eine nahende Zinserhöhung spekuliert. Auf der "ECB and its Watchers Conference" dürfte Lagarde erneut die Möglichkeit nutzen, Stärke im Kampf gegen die Inflation zu demonstrieren. Auf dem Forum werden unter anderen auch der finnische Notenbankchef Olli Rehn, sein österreichischer Kollege Martin Kocher und die deutsche Wirtschaftsweise Veronika Grimm sprechen.

Die komplette Wirtschaftsterminübersicht für diese Woche finden Sie hier.

Quelle: ntv.de