Der Börsen-TagVirus-Risiko drückt Asiens Märkte

Die asiatischen Börsen haben heute einen Einbruch hinnehmen müssen. Wachsende Sorgen über den in der chinesischen Stadt Wuhan ausgebrochene Coronavirus und dessen Ausbreitung löste eine Risikoaversion bei den Börsianern aus. Safe-Haven-Anleihen und der Yen stiegen, da die Anleger an den wirtschaftlichen Schaden erinnert wurden, den ein ähnlicher Virenstamm, das SARS-Virus, 2003 angerichtet hatte. Insbesondere kann sich die neue Lungenkrankheit in China vor dem traditionellen Neujahrsfest mit Hunderten Millionen von Reisenden sprunghaft ausbreiten.
Zuvor hatte es an den Börsen eine gewisse Erleichterung gegeben, als US-Präsident Donald Trump und der französische Präsident Emmanuel Macron sich darauf verständigten, ihren Streit über die französische Digitalsteuer für große Internetkonzerne zunächst ohne Strafzölle zu lösen. In Japan lag der Nikkei im Verlauf 0,8 Prozent tiefer bei 23.903 Punkten. Der breiter gefasste Topix sank um 0,6 Prozent und lag bei 1735 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 1,1 Prozent im Minus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen verlor 1,4 Prozent. Der MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans fiel um 0,2 Prozent.
Im asiatischen Devisenhandel verlor der US-Dollar 0,2 Prozent auf 109,99 Yen und legte 0,4 Prozent auf 6,8904 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notierte er kaum verändert bei 0,9675 Franken. Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1094 Dollar und gab 0,1 Prozent auf 1,0736 Franken nach. Das Pfund Sterling stagnierte bei 1,3004 Dollar.