Der Börsen-TagVor den US-Inflationsdaten geht beim DAX nicht viel
Nach einem grünen Wochenstart hat der deutsche Aktienmarkt heute Verluste hinnehmen müssen. Vor den am Mittwoch anstehenden US-Verbraucherpreisen wachse die Nervosität, hieß es dazu an der Frankfurter Börse. Die Sorgen vor weiter kräftig steigenden Zinsen nähmen zu, denn diese machten andere Anlageformen wie Anleihen wieder zunehmend attraktiver, da sie mit geringeren Risiken als Aktien behaftet sind.
"Die US-Inflationsrate für den Juli dürfte wegweisend für die nächste Zinsentscheidung der US-Notenbank sein", erklärt Thomas Altmann, Portfoliomanager von QC Partners. Sollte sich andeuten, dass der Inflationsgipfel überschritten sei, dann halte dies die Chance auf eine weniger aggressive Zinsanhebung um 0,5 Prozentpunkte am Leben. Anleger treibt nun zunehmend die Sorge um, dass dies nicht der Fall sein könnte.
So fiel der DAX um 1,1 Prozent auf 13.535 Punkte. Der Leitindex bewegte sich in einer Spanne von rund 200 Zählern. Der EUROSTOXX50 notierte 0,9 Prozent leichter bei 3723 Stellen.
Bei den DAX-Werten standen die Rückversicherer an der Spitze. Munich Re hatte zwar durchwachsene Quartalszahlen gemeldet, doch Analysten fokussierten sich vor allem auf die "hervorragende Solvabilität", also die Ausstattung mit Eigenmitteln, sowie das bekräftigte Ziel für den Jahresüberschuss. Munich Re zogen um 1,8 Prozent hoch. Hannover Rück verteuerten sich ebenfalls um 1,8 Prozent.
Für Continental ging es um 6,5 Prozent abwärts. Wegen gestiegener Kosten und Abschreibungen im zweiten Quartal rutschte das DAX-Unternehmen aus Hannover in die rote Zone.
Der Flughafenbetreiber Fraport erhöhte nach einem starken Geschäftsbericht zum zweiten Quartal seine Jahresprognose für die Passagierzahlen und den Gewinn im Tagesgeschäft. Die im MDAX notierte Aktie stieg um zwei Prozent.
Im SDAX büßten Shop Apotheke 7,6 Prozent ein. Ein skeptischer Analystenkommentar zu den Papieren der Schweizer Wettbewerberin war der Grund.