Der Börsen-TagVorbörslich 17 Prozent Plus: Micron macht dem Tech-Sektor Beine
Die positive Tendenz an der Wall Street dürfte sich heute weiter fortsetzen, wenn auch mit gebremstem Tempo. Der Future auf den S&P 500 legt aktuell um 0,5 Prozent zu. Für die Renditen am Anleihemarkt geht es mit der Aussicht auf bald sinkende Zinsen dagegen leicht nach unten.
Die Aussagen der US-Notenbank deuten weiter darauf hin, dass es im Sommer eine erste Zinssenkung geben wird. Mit den zuletzt gestiegenen Inflationsdaten hatte sich hier eine verstärkte Unsicherheit breitgemacht. Doch die FOMC-Mitglieder rechnen für 2024 weiterhin mit drei Zinssenkungen. Die Erste dürfte nach Erwartung des Marktes im Juni erfolgen, die Wahrscheinlichkeit hierfür wird aktuell mit 76,1 Prozent eingepreist nach 64 Prozent vor Beginn der Fed-Sitzung am Dienstag.
Die vorbörslich veröffentlichten US-Konjunkturdaten zeigen kein einheitliches Bild. So ist die Zahl der wöchentlichen Erstanträge leicht gesunken, während Analysten mit einem Anstieg gerechnet hatten. Dagegen hat sich der Konjunkturindex der Federal Reserve Bank of Philadelphia im März auf plus 3,2 Punkte reduziert von plus 5,2 im Vormonat. Volkswirte hatten hier einen Indexstand von minus 5,0 erwartet. Das Defizit in der US-Leistungsbilanz ist im vierten Quartal 2023 gefallen. Nach der Startglocke folgen noch die Einkaufsmanager für das Verarbeitende Gewerbe und den Service-Sektor sowie die Frühindikatoren für Februar und die Verkäufe bestehender Häuser, ebenfalls für den Februar.
Der weiter andauernde KI-Hype dürfte durch die Ergebnisse von Micron Technology für das zweite Quartal weitere Nahrung erhalten. Denn der Boom bei der Künstlichen Intelligenz hat den Chiphersteller überraschend zurück in die Gewinnzone geführt. Auch der Umsatz übertraf die Markterwartungen. Die Aktie legt vorbörslich um 17,1 Prozent zu. Im Gefolge steigen die Papiere von AMD um 2,6 Prozent und Western Digital legen um 6,9 Prozent zu.