Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagVorzieheffekt: Chinas Ex- und Importeure unter Dampf

08.11.2018, 09:42 Uhr

Chinas Exporte sind trotz der US-Strafzölle auf viele Waren im Oktober kräftig gestiegen. Die Ausfuhren nahmen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 15,6 Prozent zu. Das teilten die chinesischen Zollbehörden mit.

Die Importe nahmen sogar noch mehr zu - um 21,4 Prozent. Der Außenhandelsüberschuss in den Geschäften mit den USA, ein Grund für die von Washington verhängten Strafzölle, ging im Oktober gleichzeitig zurück.

Die US-Strafzölle gelten seit September für praktisch die Hälfte aller chinesischen Waren, die in die Vereinigten Staaten verkauft werden. Ihr Wert beträgt 200 Milliarden Dollar. Bislang gelten Sätze von zehn Prozent, ab Januar sollen sie auf 25 Prozent steigen.

Experten gehen daher davon aus, dass die Unternehmen derzeit in einem Vorzieheffekt so viele Waren wie möglich über den Pazifik schicken. "Das ist kein langfristiger Trend", sagte etwa Betty Wang von ANZ.

Trotz der stark gestiegenen Einfuhren nach China betrug der Außenhandelsüberschuss - also die Differenz von Exporten und Importen - insgesamt 34,01 Milliarden Dollar. Im Geschäft mit den USA betrug der Überschuss 31,8 Milliarden Dollar. Im September hatte er sich noch auf über 34 Milliarden Dollar belaufen.