Wall Street erwartet Konjunkturdaten, die einiges an Brisanz bergen

Nach dem kräftigen Schluck aus der Pulle am Montag zeichnet sich heute ein knapp behaupteter Start an der Wall Street ab. Für Zurückhaltung dürfte sorgen, dass vor und während des Handels neue Konjunkturdaten veröffentlicht werden. Sie bergen einiges an Brisanz, weil in den vergangenen Wochen wegen des Shutdowns kaum neue Zahlen über die Lage der Konjunktur veröffentlicht wurden, die US-Notenbank aber auf Daten angewiesen ist, um nicht im Blindflug zu agieren. Aktuell ist die Frage, ob oder ob nicht die US-Notenbank am 10. Dezember die Zinsen erneut senken wird, das alles beherrschende Thema. Zuletzt stieg die Erwartung einer Zinssenkung wieder stark auf aktuell rund 80 Prozent, nachdem sich einige US-Notenbanker für eine Zinssenkung ausgesprochen hatten.
Auf dem Terminkalender stehen vor dem Start der Einzelhandelsumsatz und die Erzeugerpreise im September. Während des Handels werden der Index des Verbrauchervertrauens im November und die Lagerbestände gemeldet, letztere allerdings für August. Wegen der stark konsumgetriebenen US-Volkswirtschaft dürften der Einzelhandelsumsatz besonders im Fokus stehen, aber ebenso die Erzeugerpreise als für die US-Notenbank wichtiges Inflationsmaß.