Der Börsen-TagWall Street leichter erwartet
Die Stimmung an der Wall Street bleibt angeschlagen - trotz der Vortagesgewinne. Händler tun sich ein wenig schwer mit Vorhersagen. Aktuell deutet der Aktienterminmarkt eine etwas leichtere Handelseröffnung am Kassamarkt an. Am Vortag hatten nach einem schwachen Start mit Stagflationssorgen dann aber Schnäppchenjäger die niedrigen Kurse zum Einstieg genutzt und die den Markt damit ins Plus gehievt. Eine solche Reaktion sei auch am Mittwoch möglich, heißt es im Handel. Die hohe Volatilität sei Ausdruck der Verunsicherung, denn der Konjunkturausblick bleibe trübe.
Die Konjunkturpessimisten erhalten neue Argumente von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Denn die hat ihre Wachstumsprognosen für das laufende und das kommende Jahr wegen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine global deutlich gesenkt. Die OECD rät den Zentralbanken daher zu einem differenzierten Vorgehen im Kampf gegen die hohe Inflation. Allerdings nimmt die Organisation die USA hier ausdrücklich aus und rät der US-Notenbank zu einem energischen vorgehen. Genau da sehen Anleger nun wieder die Stagflationssorgen verortet.
"Wir befinden uns im Moment in einer Warteschleife. Anleger werden nicht zu viele Risiken eingehen, bis wir ein klareres Bild davon bekommen, dass sich die Inflation abschwächt", sagt Marktstratege Brian O'Reilly von Mediolanum International Funds.