Der Börsen-TagWall Street nach Evergrande-Rücksetzer auf Erholungskurs

Die Anleger an der Wall Street haben die Sorgen rund um den Krisenkonzern China Evergrande zur Seite geschoben und die jüngsten Kursrücksetzer zum Wiedereinstieg genutzt. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte und der breiter gefasste S&P 500 stiegen am Dienstag zum Handelsstart je rund ein halbes Prozent auf 34.120 Punkte beziehungsweise 4379 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq kletterte etwa gleich stark auf 14.797 Punkte.
Es seien mehrere Themen zusammengekommen, die zum Wochenstart zum Ausverkauf bei Aktien geführt hätten, sagte Manager Andre Bakhos von New Vines Capital. "Da der Markt nach oben marschiert ist, gibt es immer auch die Sorge darüber, wann die Musik wohl aufhören wird." Zu den Sorgen über die Delta-Variante des Coronavirus sowie über das schleppende Wirtschaftswachstum sei die Furcht vor einem möglichen Zahlungsausfall von Chinas zweitgrößtem Immobilienentwickle Evergrande gekommen.
Der Fokus der Anleger richtete sich zunehmend auf die Ergebnisse der Sitzung der US-Notenbank am Mittwoch. Börsianer erwarten, dass die Fed zwar den Grundstein für einen Abbau ihrer Stützungsmaßnahmen legen wird, die tatsächliche Ankündigung aber bis zu den Sitzungen im November oder Dezember verschoben wird.
Bei den Einzelwerten sorgte der Wegfall von US-Einreisebeschränkungen für viele Geimpfte für Auftrieb. Die Anteilsscheine von American Airlines und United Airlines zogen jeweils knapp zwei Prozent an.