Der Börsen-TagWall Street stagniert: Anleger schichten um
Hin- und hergerissen zwischen Konjunkturhoffnungen und Inflationssorgen kommt die Wall Street kaum vom Fleck. Die US-Aktienindizes Dow Jones, Nasdaq und S&P-500 bröckeln zur Eröffnung am Donnerstag um jeweils etwa 0,1 Prozent ab.
Da mit den Coronavirus-Massenimpfungen ein Ende der Pandemie in Sicht sei, befürchteten Investoren einen Anstieg der Inflation, die die erwartete Konjunkturerholung abwürgen könnte, sagt Naeem Aslam, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses AvaTrade. Allerdings habe US-Notenbankchef Jerome Powell zuletzt mehrfach betont, dass die Teuerung aus seiner Sicht nur vorübergehend steigen werde. Den Ausverkauf an den Anleihemärkten konnte er damit aber nicht stoppen. Die Rendite der zehnjährigen Treasuries steigt auf ein Zwölfmonatshoch von 1,468 Prozent.
Vor diesem Hintergrund machen Investoren bei denjenigen Werten Kasse, die in den vergangenen Monaten besonders gut gelaufen seien, fügt Aslam hinzu. Ihr Geld schichteten sie in diejenigen Branchen um, die vergleichsweise günstig bewertet seien. Zu Letzteren gehörten Finanzwerte wie Bank of America, Goldman Sachs oder JP Morgan, deren Aktien bis zu 1,5 Prozent gewannen. Dieser Sektor profitiert üblicherweise von einem wirtschaftlichen Aufschwung. Außerdem winken den Instituten bei steigenden Zinsen höhere Gewinne aus dem klassischen Kreditgeschäft.
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