Der Börsen-TagWarten Kaufwillige auf noch tiefere Kurse?
Nach den Abgaben zu Wochenbeginn dürften Europas Börsen mit kleinen Aufschlägen in den Handel starten. Die US-Vorgaben sind schwach, im asiatischen Geschäft beruhigt sich indes das Geschäft. Die Unsicherheiten bleiben aber groß. Sie reichen vom neuen Zollchaos mit neu verkündeten Zöllen der US-Regierung über eine mögliche US-Militärintervention im Iran hin zu anhaltenden Sorgen über disruptive KI-Technologien. Citrini Research hatte am Wochenende ein hypothetisches Szenario veröffentlicht, in dem KI die Wirtschaft in naher Zukunft negativ beeinflusst. Die Analysten nannten darin zahlreiche Unternehmen verschiedenster Branchen, deren Geschäftsmodell sie bedroht sehen.
Nach drei Handelstagen über der 25.000 hat der Dax gestern erstmals wieder darunter geschlossen. "Jetzt muss sich zeigen, welche Kaufschwellen die Mutigen auswählen. Zuletzt kamen bei Kursverlusten jedes Mal Käufer in den Markt. Es ist aber gut möglich, dass die wenigen Kaufwilligen auf tiefere Kurse warten", so Thomas Altmann von QC Partners.
Nach einem ruhigen Wochenbeginn nimmt die Berichtssaison am Dienstag wieder langsam an Fahrt auf. Impulse für die Märkte könnten von der Rede zur Lage der Nation von US-Präsident Donald Trump in der Nacht zum Mittwoch ausgehen. In dieser könnte er sich zu dem jüngsten Urteil des Obersten Gerichtshofs äußern, das die bisherigen per Dekret erlassenen US-Zölle für verfassungswidrig erklärt hat oder auch über das weitere Vorgehen im Iran.