Der Börsen-TagWeitere Einschnitte bei ZF - Betriebsrat kündigt harten Widerstand an
Der Betriebsrat des in tiefroten Zahlen steckenden Autozulieferers ZF will gegen weitere Spaßmaßnahmen protestieren. Am Tag der Aufsichtsratssitzung am 29. Juli ist hierzu ein Marsch und eine Kundgebung mit 5000 Mitarbeitern vor der Konzernzentrale in Friedrichshafen am Bodensee geplant, wie ein Sprecher mitteilte. Der Widerstand richte sich gegen die Chefetage, die Kürzungen bei übertariflichen Leistungen angekündigt habe.
"Die zusätzlichen Einschnitte kommen aus heiterem Himmel, das Vertrauen in den Vorstand ist erschüttert", sagte Gesamtbetriebsratschef Achim Dietrich dem "Handelsblatt" am Dienstag nach einer unterbrochenen Betriebsversammlung in der Messe Friedrichshafen. Laut Betriebsratssprecher sollen Tausende Mitarbeiter auf Geld verzichten. Zuvor waren schon die Arbeitszeiten gekürzt worden.
Das Unternehmen reagierte mit Unverständnis. "Die ZF-Belegschaft weiß, dass ZF auf das schwierige wirtschaftliche und geopolitische Umfeld mit weiteren Einschnitten reagieren muss", sagte ein Konzernsprecher auf Anfrage. Welcher Art diese Einschnitte seien, werde mit der Arbeitnehmervertretung besprochen. ZF ist nicht an der Börse gelistet.