Der Börsen-TagWeiterer DAX-Abverkauf, aber gebremst?
Nach dem scharfen Ausverkauf an der Wall Street hoffen Händler am Freitag im DAX auf eine Verteidigung des Kursbereichs um 13.800 Punkte. Zum Start erwarten Banken und Brokerhäuser einen ein Minus. Aktuell wird der deutsche Börsenleitindex mit Kursen um 13.845 Zähler taxiert, ein Abschlag von knapp 0,4 Prozent.
Die Angst der Anleger vor größeren Zinsschritten der US-Notenbank Fed war am Donnerstag schnell wieder an die Börsen zurückgekehrt und hatte vor allem an der Wall Street für einen Ausverkauf gesorgt. Die Verluste von über drei Prozent beim Dow und beim S&P-500-Index gehen zum Teil auf spezifische Faktoren zurück, so die hohe Gewichtung der in Europa deutlich weniger vorhandenen Wachstumswerte. Google, Apple und Microsoft verloren fünf Prozent, Amazon und Facebook sieben Prozent. Sie litten besonders unter der Zinserhöhung der US-Notenbank, weil sie als besonders zinsempfindlich gelten.
Zum Wochenschluss steht die Entwicklung am US-Arbeitsmarkt im Rampenlicht, die Auskunft über die Gesundheit der weltgrößten Volkswirtschaft geben und weitere Rückschlüsse auf die US-Geldpolitik zulassen dürfte. Experten erwarten für April den Aufbau von 391.000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft, nach einem Plus von 431.000 Jobs im Vormonat. Aus Deutschland werden die Daten zur Industrieproduktion im März erwartet. Auf der Unternehmensseite stehen unter anderem Zahlen von Adidas, Gea Group und Rheinmetall an.