Der Börsen-TagWendung im Brexit-Drama setzt Pfund Sterling zu

Nach der Verschiebung der Parlamentsabstimmung über den Brexit-Deal von Premierminister Boris Johnson machen Pfund-Anleger Kasse. Die britische Währung verbilligte sich um jeweils ein knappes halbes Prozent auf 1,2917 Dollar beziehungsweise 1,1576 Euro.
"Im Grunde ist nun alles wieder möglich, selbst ein Halloween-No-Deal, falls etwa die EU das Verlängerungsspielchen nicht mehr mitspielen will", konstatierte BayernLB-Analyst Manuel Andersch. Dies sei allerdings unwahrscheinlich.
Auch Commerzbank-Analyst Ulrich Leuchtmann rechnet nicht damit, dass die Staats- und Regierungschefs der Staatengemeinschaft den britischen Antrag auf Brexit-Aufschub ablehnen.
Johnson werde den von ihm favorisierten Termin des EU-Austritts seines Landes zum 31. Oktober kaum halten können, prognostizierte Thomas Gitzel, Chef-Volkswirt der VP Bank.