Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagWeniger Firmenpleiten in Q1 - Corona noch nicht eingepreist

08.06.2020, 15:20 Uhr
BER-3
(Foto: picture alliance / dpa)

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland ist im ersten Quartal 2020 um 3,7 Prozent auf 4683 gesunken. Das teilte das Statistische Bundesamt auf Grundlage der Meldungen der Amtsgerichte mit. Vergleichsbasis ist das erste Quartal des Vorjahres. Die Folgen der Corona-Krise spiegeln sich somit noch nicht in der Statistik wider.

Die meisten Insolvenzen gab es mit 788 Fällen demnach im Wirtschaftsbereich Handel einschließlich der Kfz-Werkstätten. Auch dies waren aber den Angaben zufolge 80 Insolvenzen weniger als ein Jahr zuvor. Im Baugewerbe gab es einen Rückgang um 42 auf 761 Insolvenzanträge, im Gastgewerbe um 76 Fälle auf 514.

Gleichwohl sind die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger aus beantragten Unternehmensinsolvenzen im ersten Quartal deutlich um 2,6 Milliarden Euro auf nun 7,3 Milliarden Euro gestiegen. Dies sei darauf zurückzuführen, dass Anfang des laufenden Jahres mehr wirtschaftlich bedeutende Unternehmen Insolvenz beantragten als im Vorjahr.