Der Börsen-TagWertpapieraufsicht sorgt mit Plänen für Gesprächsstoff
An den Aktienmärkten in Ostasien und in Australien geht es im Handelsverlauf überwiegend leicht nach unten. Impulse von der Wall Street fehlen, weil der Handel dort gestern feiertagsbedingt ruhte. In Tokio gibt der Nikkei um 0,5 Prozent nach auf 38.397 Punkte, in Shanghai und in Hongkong geht es ebenfalls um bis zu 0,5 Prozent nach unten. In Sydney ist die Tendenz knapp behauptet, gut behauptet lautet sie dagegen im südkoreanischen Seoul.
Für keinen Impuls sorgt die Zinsentscheidung der chinesischen Notenbank. Sie hat wie erwartet ihren Referenzzins für Bankkredite (LPR) an Unternehmen und Haushalte unverändert gelassen. Der einjährige Zinssatz bleibt bei 3,45 Prozent und der fünfjährige bei 3,95 Prozent. Beide Sätze sind seit Februar unverändert. Die Zentralbank zieht nun in Erwägung, einen kurzfristigen Zinssatz, wie etwa den Zins auf siebentägige Reverse-Repo-Geschäfte, als Richtschnur für die Märkte und als Leitzins zu verwenden, wie sie weiter mitteilt. Andere geldpolitische Instrumente könnten als Leitzinsen allmählich in den Hintergrund treten.
Für Gesprächsstoff in Shanghai sorgen Pläne der Wertpapieraufsichtsbehörde zur Reform der Nasdaq-ähnlichen Technologiebörse, dem Star Market. In Hongkong wiederum beschäftigen die Akteure Berichte, die laut den Analysten von UOB darauf hindeuten, dass die chinesischen Behörden bald Maßnahmen einführen könnten, um mehr Investitionen von Anlegern vom Festland an den Hongkonger Aktienmarkt zu fördern. In beiden Fällen sorgt dies aber bei den Aktienkursen zunächst für keinen Auftrieb.