Der Börsen-TagWie ist es um Chinas Wirtschaft bestellt?
Mit Ausnahme des japanischen Aktienmarktes zeigen sich die Börsen in Südostasien und Australien mit Verlusten. Je näher die US-Wahlen rückten, desto nervöser würden Anleger, heißt es. Auch wenn weiterhin alles nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den Kandidaten Donald Trump und Kamala Harris aussehe, sorge die Möglichkeit eines Trump-Sieges für Verunsicherung. Denn dessen protektionistische Wirtschaftspolitik dürfte Volkswirtschaften der Region belasten - vor allem die chinesische. Als Grad der Verunsicherung wird das abermalige Allzeithoch des Goldpreises gesehen.
Gegen den regionalen Trend steigt der Nikkei in Tokio um 1,1 Prozent auf 39.332 Punkte. Morgen wird die japanische Notenbank ihre Beschlüsse zur weiteren Geldpolitik bekannt geben. Im Vorfeld geht die Spekulation um, dass die aktuell politisch unsicheren Verhältnisse nach der Wahl in Japan die Bank of Japan von ihrem falkenhafteren Kurs abbringen könnten, auch wenn Analysten dies mehrheitlich anzweifeln. Wegen der jüngsten Yen-Schwäche hat derweil Finanzminister Kato eine Beobachtung der Entwicklung mit "höchster Dringlichkeit" angekündigt. Am Aktienmarkt steigen Keyence um 4,6 Prozent nach einem höheren Gewinnausweis im ersten Halbjahr.
Der Shanghai Composite verliert 1,3 Prozent, der HSI in Hongkong 1,8 Prozent. Neben der "Trump-Angst" belastet das anstehende Treffen des Nationalen Volkskongresses Anfang November. Laut einem Bericht plant die Regierung Wirtschaftsstimuli über die Aufnahme von weiteren 1,4 Billionen Dollar an Schulden in den kommenden fünf Jahren. Im Handel wird angesichts dieser Summe geargwöhnt, dass es schlechter um die Konjunktur bestellt sein könnte, als bislang angenommen. PetroChina geben nach schwächeren Drittquartalszahlen leicht nach.