Der Börsen-TagWie reagiert Draghi auf Mnuchins Dollar-Äußerungen?

Warten auf Mario Draghi: Nachdem US-Finanzminister Steven Mnuchin Stimmung gegen den Dollar gemacht und damit den Euro nach oben geredet hat, steigt die Spannung.
Viele Beobachter fragen sich, was der EZB-Chef auf der Pressekonferenz am Nachmittag zur Euro-Stärke sagen wird.
Auf das "platte Niveau" des US-Finanzministers dürfte er sich nicht begeben, sagt Commerzbank-Analyst Ulrich Leuchtmann. Draghi sei bekannt für verbale Interventionen "mit dem Florett". Außerdem hätten bereits mehrere seiner Kollegen aus dem EZB-Rat verhalten verbal interveniert.
Draghi müsse auch nicht unbedingt wollen, dass der Euro wieder falle. Auf handelsgewichteter Basis bewege sich der Euro seit Sommer seitwärts. Die US-Regierung wolle offensichtlich einen Währungskrieg vom Zaun brechen. Draghi könne dem mit Appeasement begegnen. Dann müsse er zur Wechselkursfrage schweigen oder beschwichtigen.
Oder er könne mit Abschreckung reagieren. Dann müsse Draghi Mnuchin zeigen, dass eine verbale Intervention Gegenreaktionen hervorruft.