Der Börsen-TagWie reagiert Opec+ nun auf den Ölpreiseinbruch von 2025?
Das Ölkartell Opec+ wird Insidern zufolge seine Förderung voraussichtlich stabil halten. Dies dürfte bei dem Treffen am Sonntag trotz der politischen Spannungen zwischen den wichtigen Mitgliedern Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) wegen des Jemen-Konflikts beschlossen werden, wie drei Delegierte des Kartells sagten. Opec+ - ein Zusammenschluss der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) und ihrer von Russland angeführten Verbündeten - hat ihren Zusammenhalt in der Vergangenheit oft auch während schwerer interner Konflikte bewahrt. Das Management des Ölmarktes wurde dabei über politische Auseinandersetzungen gestellt.
Hintergrund des Treffens sind die niedrigeren Ölpreise, die im vergangenen Jahr um mehr als 18 Prozent gefallen sind. Dies war der stärkste Einbruch seit 2020 und wurde von Sorgen über ein wachsendes Überangebot ausgelöst. Eine Gruppe von acht Opec+-Staaten, die etwa die Hälfte des weltweiten Öls fördern, hatte ihre Förderziele von April bis Dezember 2025 um rund 2,9 Millionen Barrel pro Tag erhöht. Im November einigten sie sich jedoch darauf, die Erhöhungen für die Monate Januar, Februar und März auszusetzen. Die Opec sowie die Behörden in Saudi-Arabien und Russland wollten sich zu dem Treffen nicht äußern.