Der Börsen-TagWie weit dreht sich die Eskalationsspriale im Nahen Osten?
Der DAX bewegt sich weiter über der psychologisch wichtigen 19.000er-Marke. Nachdem er am vergangenen Freitag noch im Bereich von 19.500 notierte und zu Beginn des Dienstagsgeschäft noch einmal reüssieren konnte, sorgte danach die Eskalation in Nahost für Verunsicherung bei den Anlegern. Es kam bislang aber nicht zu einem Kurseinbruch. Der DAX verabschiedete sich zur Wochenmitte mit einem Stand von 19.165 Punkten 0,3 Prozent schwächer in den Feierabend. An der Wall Street kletterten die Kurse dagegen leicht.
Der Stratege der Deutschen Bank, Jim Reid, sieht Parallelen zwischen dem aktuellen Raketenbeschuss und dem im vergangenen April, der keine größere Eskalation zur Folge hatte. In beiden Fällen seien Warnhinweise über einen unmittelbar bevorstehenden Angriff veröffentlicht worden. "Mit der Eskalation des Konfliktes im Nahen Osten ist die Unsicherheit an den Börsen zurück", so QC Partners. Die große Frage für die Anleger sei jetzt, wie weit sich die Eskalationsspirale drehen werde und wie groß die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und damit auch auf die Börsen am Ende werden.
Neben den weltpolitischen Gegebenheiten sollten Anleger heute vor allem ihren Blick auf Konjunkturdaten werfen. So stehen etwa Einkaufsmanagerindizes für das nicht-verarbeitende Gewerbe in jeweils zweiter Veröffentlichung an. Entsprechende Zahlen dazu kommen etwa aus Italien, Frankreich, Deutschland, Großbritannien, der EU und den USA. Aus den USA kommen dazu am Nachmittag noch Daten zum Industrie-Auftragseingang und der ISM-Index.
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