Der Börsen-TagWieder ab auf den Mond!
Der Dax hat im gestrigen Handel die Erholung vom Wochenstart fortgesetzt. Dem 1,2-Prozent-Plus vom Montag ließ der deutsche Börsenleitindex einen Aufschlag von 0,5 Prozent auf 22.680 Zähler folgen. Leicht positiv wirkte dabei ein Bericht des "Wall Street Journal". Demnach soll US-Präsident Donald Trump bereit sein, den Iran-Krieg zu beenden, auch ohne Öffnung der Straße von Hormus. Diese ist seit geraumer Zeit faktisch geschlossen. Trump spricht derweil weiter von erheblichen Fortschritten in den Friedensverhandlungen mit dem Iran, zugleich bereiten die USA aber offenbar eine begrenzte Bodenoffensive vor. Die bisherigen Schäden, die durch den Iran-Krieg entstanden seien, lassen sich indes kaum beziffern. "Die gestiegenen Energiepreise und die Verknappung von Rohöllieferungen bleiben ein Problem. Sollte der Krieg im Iran beendet werden und die Straße von Hormus weiterhin geschlossen bleiben, würde das den europäischen Unternehmen nur bedingt helfen", so die Einschätzung von CMC.
Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute legen heute der Bundesregierung ihr Frühjahrsgutachten zur deutschen Konjunktur vor. In der sogenannten Gemeinschaftsdiagnose senken die Ökonomen ihre Prognose zum Wachstum des Bruttoinlandsproduktes wegen der Folgen des Iran-Kriegs auf 0,6 von 1,3 Prozent, wie mit den Zahlen vertraute Personen sagten. Demnach kappen die Fachleute auch ihre Vorhersage für 2027 deutlich - und zwar von 1,4 auf 0,9 Prozent. Sowohl in diesem als auch im kommenden Jahr dürfte die Inflation im Schnitt bei 2,8 Prozent liegen. Die Frühjahrsprognose dient der Bundesregierung als Basis für ihre neuen Projektionen, die wiederum die Grundlage für die Steuerschätzung bilden.
Und abseits des allgemeinen Marktumfelds? Da will die US-Raumfahrtbehörde Nasa nach mehr als 50 Jahren erstmals wieder Menschen in Richtung Mond schicken. Ab dem 1. April ist vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida der Start der Mission "Artemis II" geplant. Bei dem zehntägigen Testflug sollen drei US-Astronauten und ein Kanadier an Bord der Orion-Kapsel den Erdtrabanten umrunden und sich dabei so weit von der Erde entfernen wie nie ein Mensch zuvor. Die Mission gilt als entscheidender Schritt der USA, um im Wettlauf mit China ihre Führungsrolle im All zu behaupten. Sie bereitet künftige bemannte Mondlandungen vor, die ab 2028 vorgesehen sind. Abhängig vom Wetter und der Technik kann sich der Start bis zum 6. April verzögern.
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