Der Börsen-TagWieder mal dramatische Stunden bei Evergrande
Bei Investoren sind wieder Sorgen vor einem Zusammenbruch des hochverschuldeten chinesischen Immobilienkonzerns Evergrande hochgekocht. Die Aktie brach um 20 Prozent auf ein Rekordtief von 1,82 Hongkong-Dollar ein. Der zweitgrößte Immobilienentwickler Chinas, der unter einem Schuldenberg von mehr als 300 Milliarden Dollar ächzt, warnte erneut vor einem drohenden Zahlungsausfall.
Der Konzern räumte ein, möglicherweise nicht genügend Mittel aufbringen zu können, um alle finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. Nach dem Ablauf einer 30-tägigen Fristverlängerung werden im Laufe des heutigen Tages 82,5 Millionen Dollar fällig.
Investoren hätten jedoch 260 Millionen Dollar zurückverlangt und Evergrande könne nicht dafür garantieren, den vollen Betrag zu zahlen, hieß es weiter. Daraufhin hatte die Regierung der Provinz Guangdong Evergrande-Chairman Hui Ka Yan einbestellt und erklärt, eine Abordnung zur Überprüfung des Risikomanagements in das Unternehmen zu schicken.