Der Börsen-TagWird Gold zum Ladenhüter? Niedrigste Nachfrage seit 2009

Rund 1960 Tonnen Gold haben Investoren, Händler und Zentralbanken laut World Gold Council (WGC) im ersten Halbjahr am Weltmarkt nachgefragt. Das ist so wenig wie seit neun Jahren nicht mehr.
Die Nachfrage schrumpft, weil immer weniger Anleger in sogenannte Gold-EFTs investieren. Das sind Indexfonds, die durch physisches Gold gedeckt sind. Für jeden Fondsanteil ist eine bestimmte Menge des Edelmetalls hinterlegt.
Je weniger Anleger in diese Fonds investieren, desto geringer ist auch die Goldnachfrage der Fonds auf dem Weltmarkt. Vor allem die Mittelabflüsse im Mai und Juni hätten die Nachfrage gedrückt, heißt es.
Laut WGC kauften Fonds im zweiten Quartal nur noch 33,8 Tonnen Gold. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 62,5 Tonnen. Das entspricht einem Rückgang von 46 Prozent.
Entsprechend kommt auch der Goldpreis seit Wochen nicht vom Fleck: Zuletzt notiert er nahe dem Jahrestief bei rund 1223 Dollar je Feinunze (rund 31 Gramm). Der Schlüssel zu dieser Entwicklung ist der starke Dollar. Professionelle Investoren versuchen laut WGC kurzfristig von den hohen Renditen am Aktien- und Bondmarkt zu profitieren.