Der Börsen-TagWirtschaftsauskunftei erwartet Insolvenzwelle
Das sind keine guten Nachrichten. Die Wirtschaftsauskunftei Crifbürgel rechnet damit, dass sich die Zahl der Firmenpleiten im Vergleich zu 2020 mehr als verdoppeln könnte. "Bedingt durch die Corona-Krise haben viele Unternehmen in Deutschland derzeit wirtschaftliche Probleme", sagte Crifbürgel-Geschäftsführer Frank Schlein.
Seinen Angaben zufolge sind insgesamt 35.500 Firmeninsolvenzen möglich. Mehr als 300.000 Unternehmen seien aktuell in finanziellen Schwierigkeiten, sagte Schlein.
In den Insolvenzzahlen spiegelt sich diese Entwicklung bislang noch nicht wider. Hauptursache ist laut Auskunftei die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht in Kombination mit den zahlreichen Hilfspaketen.
Die Auswirkungen der Pandemie auf die Wirtschaft würden deshalb erst allmählich - in diesem und im kommenden Jahr - voll sichtbar, sagte Schlein.