Der Börsen-Tag

Der Börsen-Tag Yen schickt Nikkei auf Talfahrt

Mit Erleichterung, aber nicht mit Euphorie nehmen Anleger an den asiatischen Aktienmärkten die jüngsten US-Inflationsdaten auf. Sie folgen damit der Linie der Wall Street. Der Inflationsdruck in den USA hat im Dezember wie erwartet weiter nachgelassen. Am Markt verfestigte sich die Hoffnung, die US-Notenbank werde ihr Tempo im Zinserhöhungszyklus zurückfahren. Die verhaltene Marktreaktion in Asien erklären Händler mit dem Umstand, dass eine Überraschung ausgeblieben und das aktuelle Szenario bereits mehr oder weniger eingepreist sei.

In China steigt der Shanghai Composite 0,6 Prozent, der HSI in Hongkong um 0,2 Prozent. Hier stützen zudem schwache Handelsdaten aus dem Dezember etwas. Zwar fielen die Daten nicht ganz so schlecht wie die noch schwächeren Markterwartungen aus, gleichwohl liefern sie Argumente für eine Lockerung der Geldpolitik - eine Diskussion, die in China immer vernehmbarer geführt wird. "Chinas Exporte dürften in den kommenden Monaten weiter leiden, weil sich die Auslandsnachfrage für chinesische Güter abschwächt", sagt Volkswirt Zichun Huang von Capital Economics. Das Exportvolumen war auf ein 26-Monatstief gesunken. Unter den Einzelaktien ziehen Contemporary Amperex Technology um 2,7 Prozent an, der Batteriehersteller verbuchte einen Gewinnsprung um über 80 Prozent. Kweichow Moutai gewinnen knapp 2 Prozent, der Spirituosenanbieter schüttet erstmals eine Sonderdividende aus.

US-Dollar / Japanischer Yen
US-Dollar / Japanischer Yen 139,38

Der am Vortag aufgewertete Yen belastet in Tokio den Nikkei, der gegen den regionalen Trend um 1,1 Prozent nachgibt. Die japanische Währung war auf ein Siebenmonatshoch geklettert. Steigende Inflationsdaten könnten ein Ende der ultralockeren Geldpolitik bedeuten, heißt es. Laut einem Bericht will die Bank of Japan die Nebeneffekte ihrer ultralockeren Geldpolitik überprüfen. Zudem fiel der Leistungsbilanzüberschuss sehr viel deutlicher als erwartet aus. Bankenwerte sind mit den geldpolitischen Spekulationen und anziehenden Marktzinsen in Japan gesucht. Nach einem Gewinneinbruch sinken Fast Retailing um 5,7 Prozent. Seven & i Holdings steigen nach einem angehobenen Ausblick um 5,8 Prozent.

Der Kospi in Südkorea legt um 0,4 Prozent zu - gestützt von Titeln der Bereiche Luftverkehr und Konsum. Die Zentralbank des Landes hat wie erwartet den Leitzins um 25 Basispunkte auf 3,50 Prozent erhöht.

Quelle: ntv.de

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