Der Börsen-TagZEW-Indizes sinken unerwartet

Die Einschätzung von Investoren zu den Wachstumsaussichten Deutschlands hat sich November entgegen den Erwartungen verschlechtert, was auch für die Beurteilung der aktuellen Lage gilt. Der ZEW-Index der Konjunkturerwartungen sank auf 7,4 (Oktober: 13,1) Punkte. Volkswirte hatten dagegen mit einem Anstieg auf 13,3 Punkte gerechnet. Der Index zur Beurteilung der Konjunkturlage ging auf minus 91,4 (minus 86,9) Punkte zurück. Ökonomen hatten einen Anstieg auf minus 84,4 Punkte erwartet. Die Konjunkturerwartungen für den Euroraum verschlechterten sich auf 12,5 (20,1) Punkte und die Lagebeurteilung auf minus 43,8 (minus 40,8) Punkte.
"Das Konjunkturdesaster scheint doch noch in neue Dimensionen vorzustoßen. Immer, wenn man denkt, es geht nicht noch schlechter, wird man eines Besseren belehrt", sagte Alexander Krüger, Chefvolkswirt der Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank: "Die Lagebeurteilung deutet auf ein konjunkturell erneut schwieriges Quartal hin. Der Auftragsmangel ist eine hohe Bürde für die Industrie, der Zinssenkungen kaum helfen. Mit der drohenden Zollkeule Trumps gerät die Lage nochmals unter Druck. Das Ampel-Aus gibt zumindest Hoffnung auf eine wieder verlässliche Wirtschaftspolitik."