Der Börsen-TagZiele gekappt: Fresenius und FMC verlieren massiv
FreseniusStark unter Druck gerieten zum Handelsstart die Aktien von Fresenius und Fresenius Medical Care (FMC). Unter den Einzelwerten ragten vor allem Fresenius heraus, die in der Spitze um 12,6 Prozent auf ein Vier-Jahres-Tief von 41,40 Euro fielen. Die Aktie des Dialyse-Spezialisten FMC fiel um 5,9 Prozent.
Fresenius kappt wegen Gegenwinds im laufenden Geschäft und hohen Investitionen im kommenden Jahr seine Mittelfristziele. Auf Basis der derzeitigen Erwartungen für die Geschäftsjahre 2018 und 2019 sei nicht mehr damit zu rechnen, dass die Ziele für 2020 erreicht würden, erklärte der Dax-Konzern am späten Donnerstagabend in Bad Homburg. Ab 2020 sei ein Umsatzwachstum aus eigener Kraft im mittleren einstelligen Bereich zu erwarten. Das Konzernergebnis dürfte etwas stärker zulegen. Mitte Oktober hatte sich der Konzern nach Enttäuschungen bei Töchtern bereits weniger optimistisch für das laufende Jahr gezeigt.
Fresenius Medical Care leidet unter schwächelnden Geschäften im Kernmarkt USA und ökonomischen Turbulenzen in Schwellenländer, darunter Argentinien. Und im Klinikgeschäft bei Fresenius Helios belastet der Trend zu ambulanten Behandlungen: Weniger Patienten bleiben über Nacht im Krankenhaus, was die Einnahmen drückt. Die gute Entwicklung mit Flüssigmedizin bei Fresenius Kabi konnte das nicht ausgleichen. Für das kommende Jahr rechnet der Konzern nun mit einem bereinigten Konzernergebnis auf gleichem Niveau wie 2018.