Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagZins- und Kriegssorgen belasten Asien-Anleger

11.04.2022, 07:47 Uhr

Die Aktienmärkte in Ostasien verbuchen Verluste, die sich in Hongkong auf über 2 Prozent addieren. Gedrückt wird der Markt weiter von der falkenhaften Ausrichtung der US-Notenbank, die sich in der Vorwoche am Fed-Protokoll und in Aussagen führender Fed-Banker gezeigt hat. Die steigende Inflation befeuert die Sorge, dass die Notenbanken ihr mit verschärfter Politik Herr zu werden versuchen. Bestätigung fand die Sorge in Daten aus China, denen zufolge die Verbraucherpreise im März den schnellsten Anstieg seit drei Monaten verzeichnet haben.

Daneben ängstigt weiter der Ukraine-Krieg, der mit unverminderter Härte fortgeführt wird. So befürchten Teilnehmer, dass die Auswirkungen auf den Welthandel die Unternehmensergebnisse negativ beeinflussen, was sich an der anstehenden Berichtssaison zum ersten Quartal zeige würde.

In Japan geht es mit dem Nikkei um 0,9 Prozent auf 26.744 Punkte nach unten. Deutlichere Verluste erleiden die chinesischen Börsen in Schanghai (-1,7%) und Hongkong (-2,4%). Der Kospi in Südkorea hält sich mit einem Minus von 0,5 Prozent dagegen recht gut. Noch besser sieht es in Sydney aus, wo der australische ASX knapp behauptet notiert. In China drücken auch weiter die Maßnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie. Zudem lastet hier besonders das verschärfte Vorgehen Pekings gegen das Datenmonopol von Internetplattformen.

Am indonesischen Markt findet das erfolgreiche Debüt des Fintech- und E-Commerce-Unternehmens GoTo statt. Die Aktie verteuert sich um bis zu 23 Prozent.