Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagZinsängste bremsen Asien-Börsen

10.01.2023, 07:29 Uhr

An den asiatischen Börsen geht wieder die Zinssorge um - die Indizes geben folglich nach. Aussagen aus dem Kreise der US-Notenbank, wonach die Leitzinsen aller Voraussicht nach über 5 Prozent stiegen, belasten das Sentiment. Ganz neu und völlig überraschend ist diese Erkenntnis nicht, gleichwohl fehlen neue Impulse. Das Inflations- und Zinsthema wird zudem von japanischen Daten weiter am Köcheln gehalten, denn in Japan sind die Kernverbraucherpreise in Tokio im Dezember deutlicher als gedacht gestiegen. Vor der für den Nachmittag (MEZ) angesetzten Rede von US-Notenbankgouverneur Jerome Powell in Stockholm gebe es eine gewisse Bereitschaft für Gewinnmitnahmen, heißt es im Handel.

In China gibt der Shanghai Composite 0,1 Prozent nach, der HSI in Hongkong um 0,3 Prozent. Laut ANZ-Volkswirt Xing Zhaopeng dürften die in der Corona-Pandemie aufgelaufenen Ersparnisse der chinesischen Verbraucher nicht zu einem verstärken Konsum 2023 führen. Gleichwohl werde sich der private Konsum erholen. Die Analysten von Morgan Stanley haben ihre Wachstumsprognose für China derweil auf 5,7 Prozent von 5,4 erhöht. In Hongkong wird der Markt vom Technologiesektor belastet. Eine falkenhafte Rede von Powell könnte die Zinsängste weiter fördern und die Rentenrenditen befeuern. Technologiewerte gelten als besonders zinsreagibel. Alibaba Health Information Technology sinken um 3,2 Prozent.

In Tokio, wo am Vortag nicht gehandelt worden war, steigt der Nikkei mit Nachholbedarf um 0,7 Prozent auf 26.160 Punkte. Die Branchen Maschinenbau, Elektronik und Technologie führen das Tableau an. Eisai gewinnen 7,6 Prozent, die US-Gesundheitsbehörde FDA hatte ein Alzheimer-Präparat des Unternehmens zugelassen. Keikaku geben hingegen um 7,3 Prozent ab, nach einem Gewinneinbruch im ersten Quartal.

In Südkorea dreht der Kospi 0,2 Prozent ins Plus, Internet- und Konsumtitel zählen zu den Verlierern. LG Energy Solution ziehen um 3,9 Prozent an, neue Berichte über eine Partnerschaft mit Ford Motor in der Türkei mit dem Batteriehersteller stützen. LG Chem ziehen um 2,9 Prozent an, das Unternehmen dient als Zulieferer von LG Energy.

Quelle: ntv.de