Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagZinssorgen treten an Asien-Börsen in den Vordergrund

21.05.2024, 07:49 Uhr

Kleinere Verluste dominieren an den Börsen in Ostasien und Australien. Nachdem die Märkte zuletzt von der Ankündigung weiterer Wirtschaftsstimuli Chinas für die heimische Wirtschaft profitiert hatten, treten nun wieder Zinssorgen in den Vordergrund. Denn am späten Mittwoch wird die US-Notenbank das Protokoll ihrer jüngsten Zinssitzung veröffentlichen. Am Montag hatte die Präsidentin der US-Notenbankfiliale von Cleveland, Loretta Mester, Zinssenkungserwartungen gedämpft. Mester war noch im April von drei Zinssenkungen im laufenden Jahr ausgegangen, äußerte nun aber Zweifel, weil sich seither die Inflationsrisiken erhöht hätten.

Ebenfalls am späten Mittwoch wird Chipkonzern Nvidia Quartalszahlen veröffentlichen, die richtungsweisend für den Technologiesektor sein könnten. Das sei ein Grund dafür, dass Anleger sich besonders bei Technologieaktien zurückhielten, heißt es am Markt. Bemerkbar macht sich dies vor allem in Hongkong. Dort gibt der Leitindex Hang Seng um 2 Prozent nach, der Subindex der Technologiewerte fällt derweil um gut 3 Prozent. Unter den Einzelwerten verbilligt sich Schwergewicht Tencent um 3 Prozent. Das Unternehmen hat die neue Version des beliebten Spiels "Dungeon and Fighter" schon kurz nach dem Start am Dienstag wieder offline genommen und dies mit Server-Problemen begründet, wie Bloomberg berichtet. Im übrigen Sektor büßen Baidu 3,1 Prozent ein und Alibaba 5,7 Prozent.

Mit minus 0,4 Prozent verzeichnet der Composite-Index in Shanghai deutlich moderatere Verluste. Anleger trennen sich an den festlandchinesischen Börsen von Immobilienaktien, die zuletzt von den Unterstützungsmaßnahmen der chinesischen Regierung für die angeschlagene Branche profitiert hatten. Unter anderem sinken China Vanke um 0,9 Prozent. In Tokio tendiert der Nikkei-Index kaum verändert. Der Kospi in Seoul verliert 0,6 Prozent, belastet unter anderem auch vom enttäuschenden Ergebnis einer Umfrage zur Verbraucherstimmung in Südkorea.

Quelle: ntv.de