Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagZinsthema hat Asien-Börsen fest im Griff

22.02.2023, 07:52 Uhr

An den Börsen in Ostasien geht es im Sog der Wall Street nach unten. Dabei fallen die Einbußen aber nicht ganz so stark aus wie in den USA. Dort hatten nach der Feiertagspause die jüngst reihenweise falkenhaften Kommentare von US-Notenbankern für Verkaufsstimmung gesorgt, verstärkt durch vorsichtige Ausblicke von Unternehmen aus dem Einzelhandelssektor. Dazu gab es wieder Konjunkturdaten, die vergleichsweise robust ausfielen.

Die Sorge der Börsianer ist, dass die US-Notenbank die Zinsen weiter anheben und länger auf einem erhöhten Niveau lassen könnte als bislang vermutet, ermutigt durch die widerstandsfähigen Konjunkturdaten. Während bislang ein Niveau von 5,25 bis 5,50 Prozent als Zinsgipfel betrachtet wurde, gehen die Befürchtungen bei einigen Akteuren inzwischen darüberhinaus. Die Renditen der US-Anleihen zogen weiter an, im Zweijahresbereich auf 4,70 Prozent und damit knapp unter die jüngste Spitze im November.

In dieses Szenario passt, dass die neuseeländische Notenbank den Leitzins um 50 Basispunkte auf 4,75 Prozent weiter erhöht hat, obwohl es Anzeichen dafür gibt, dass die Inflation ihren Höhepunkt erreicht hat. Dazu warnte sie, dass der Kampf gegen die Inflation noch lange nicht vorbei sei.

In Tokio büßt der Nikkei-Index 1,3 Prozent ein auf 27.122 Punkte, in Seoul geht es für den Kospi um 1,5 Prozent nach unten. Hier beobachten Teilnehmer auch Zurückhaltung vor der Zinsentscheidung der koreanischen Notenbank am Donnerstag. Nur kleine Verluste gibt es in Shanghai und Sydney, wo der Handel mit einem Minus von 0,3 Prozent bereits beendet ist. Hongkong tendiert behauptet.