Der Börsen-TagZollstreit bleibt Sand im Getriebe der Dax-Rekordrally
Für Dax-Anleger ist mit der Marke von 24.000 Punkten der nächste Meilenstein in Sicht. Welche Richtung der deutsche Leitindex in der neuen Woche einschlagen wird, dürfte neben möglichen Zollschlagzeilen vor allem von wichtigen Konjunktur-Frühindikatoren abhängen. Dass sich die USA und China im Zollstreit zunächst einigten und direkte Gespräche zwischen der Ukraine und Russland, hatte an den Märkten für Erleichterung gesorgt und den Dax in der alten Woche bis auf ein Rekordhoch von 23.911,98 Punkten getrieben. Bei einem Stand von 23.767 Zählern am Handelsende am Freitag kam er auf ein Wochenplus von 1,5 Prozent.
Doch die wirtschaftlichen Unwägbarkeiten bleiben hoch und dürften die Börsen anfällig für Rücksetzer machen. "Die Aktienmärkte feiern Trumps Zurückrudern bei den Zöllen mit neuen Rekorden. Aber auch die nicht ganz so hohen Zölle dürften den Außenhandel schwer treffen", sagt Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. Insgesamt könnte der Durchschnittszoll amerikanischer Einfuhren seiner Einschätzung nach am Ende auf rund 20 Prozent steigen.
Zum Wochenstart wird sich der Blick der Anleger nach China richten, wo die chinesischen Einzelhandelsumsätze und Daten zur Industrieproduktion im April veröffentlicht werden. Ansonsten ist der Montag ziemlich arm an konjunkturellen Daten.
Bei den Unternehmen sind in dieser Woche nur noch vereinzelte Bilanzen zu erwarten, stattdessen stehen einige Hauptversammlungen und Kapitalmarkttage an. So laden unter anderem Symrise, CTS Eventim, Puma, Fresenius Medical Care, Brenntag, Salzgitter und Porsche Automobil Holding ihre Aktionäre ein. Die Investoren versorgen SAP und Evonik mit frischen Informationen
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