Der Börsen-TagZurückhaltung regiert Asien-Börsen
Die asiatischen Aktienmärkte zeigen sich zögerlich. Die Anleger sorgen sich, dass die US-Inflationsdaten in dieser Woche die Aussichten auf zukünftige niedrigere Zinssätze zunichtemachen könnten.
Der Rückgang des japanischen Yen gegenüber dem US-Dollar wurde dagegen angesichts möglicher japanischer Währungsinterventionen vorerst aufgehalten."Betrachtet man die Währungen, so hat der Dollar-Yen-Kurs allein in den letzten zwei Wochen starke Schwankungen von 4 Prozent erlebt", sagt Masato Kanda, der stellvertretende japanische Finanzminister. "Das spiegelt nicht die Fundamentaldaten wider". Die jüngsten Yen-Bewegungen seien spekulativ. Er sei bereit, angemessen auf die Entwicklung der japanischen Währung zu reagieren und schließe keine Maßnahmen aus.
Auch die chinesische Zentralbank griff ein, um die Landeswährung zu stützen. Sie setzte den Mittelkurs, um den der Yuan in einer Bandbreite von 2 Prozent gehandelt werden darf, auf 7,0996 je US-Dollar fest. Gleichzeitig verkauften chinesische Staatsbanken US-Dollars auf dem Festlandsmarkt. Daraufhin legte der Yuan stark zu.
Der weit gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans bleibt unverändert und liegt knapp unter seinem Achtmonatshoch. In Tokio gibt der Nikkei-Index 0,7 Prozent auf 40.613,71 Punkte nach und der breiter gefasste Topix notiert 0,9 Prozent niedriger bei 2.789,07 Zählern. Der Shanghai Composite gewinnt 0,4 Prozent auf 3.061,36 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen steigt 0,4 Prozent auf 3.558,59 Punkte.