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Die besten Vermögensverwalter16 Finanzhäuser ausgezeichnet

21.10.2009, 20:20 Uhr

Dutzende Finanzinstitute buhlen hierzulande um die Gunst wohlhabender Kunden. n-tv und Focus Money offenbaren, wer bei der Beratung wirklich spitze ist.

Das Vertrauen zwischen Banken und Kunden hat in den vergangenen Monaten deutlich gelitten: In einer Umfrage der Strategieberatung Vivaldi Partners gaben 46 Prozent der Bankkunden an, überhaupt keinem Anbieter von Finanzdienstleistungen mehr zu vertrauen. Viele seien in Wartestellung und schauten sich nach neuen Anbietern um. Ihnen kann jetzt geholfen werden.

Mitten in Zeiten allgemeiner Verunsicherung und sinkendem Anlegervertrauen haben n-tv und FOCUS-MONEY zum dritten Mal einen umfangreichen Test der Beratungsqualität im gehobenen Privatkundensegment deutscher Banken durchgeführt. In diesem Jahr wurden insgesamt 44 Institute in den Finanzmetropolen Hamburg, Bremen, Düsseldorf, Frankfurt am Main und München auf den Prüfstand gestellt. Vier Testpersonen mit beträchtlichem Beratungs- und Anlagebedarf machten sich dieses Mal auf den Weg in die Filialen der renommiertesten Geldhäuser.

Lediglich bei Sal.Oppenheim, Metzler und der BHF-Bank wurden sie abgewiesen – wegen der zu geringen Anlagesumme in Höhe von 750.000 Euro pro Testkunde.

Die Auswertung der Anlagevorschläge führten das bankenunabhängige Institut für Vermögensaufbau und der Münchner Steuerberater Manfred Speidel durch. Sie nahmen alles akribisch unter die Lupe, was die Bankiers den um Rat fragenden Testpersonen empfohlen hatten.

Auf den Standort kommt es an

Das ist das Fazit der Spurensuche im Geldgewerbe. Kein Institut erweist sich in allen fünf Städten als Idealbank. Aber immerhin können Gutbetuchte in jeder Stadt mindestens ein Sieger-Institut finden, bei dem sie bestens beraten werden. Insgesamt 16 Banken und Sparkassen erhielten für ihre Niederlassungen an fünf verschiedenen Standorten Topnoten:

Bremen: Bremer Landesbank

Düsseldorf: Sparkasse KölnBonn und UBS

Frankfurt am Main: HSBC Trinkaus&Burkhardt und Frankfurter Sparkasse 1822

Hamburg: Bankhaus Lampe, Commerzbank und Sutor Bank

Köln/Bonn: Berenberg Bank, Deutsche Apotheker- und Ärztebank sowie Deutsche Bank

München: Credit Suisse (Deutschland), Delbrück Bethmann Maffei, Hauck & Aufhäuser, HypoVereinsbank und Merck Finck & Co

Die Auswahl der 50 anfangs kontaktierten Banken war nicht zufällig. Sie erfolgte auf Grund der Private-Banking-Studie der Stephan Unternehmens- und Personalberatung über die jeweils zehn führenden Häuser in den Regionen Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München. Darüber hinaus kamen Adressen auf den Prüfstand, die besondere Ansätze verfolgen.

Grundlage aller Auswertungen waren die schriftlichen Unterlagen, die der Testperson übergeben wurden. Geprüft wurde unter anderem, wie die vorgeschlagenen Depots auf Krisensituationen reagieren. Ebenso kamen Kosten, steuerliche Folgen und Risikoaufklärung auf den Prüfstand.

Im Durchschnitt müssen Anleger bei einer Anlagesumme dieser Größenordnung übrigens mit Bankspesen in Höhe von etwa 1,72 Prozent pro Jahr rechnen.

Am Ende der akribischen Analyse gab es für jedes Testkriterium Punkte in der Art von Schulnoten. „Je besser der Notendurchschnitt, desto besser die Platzierung“, erklärt Andreas Beck vom Institut für Vermögensaufbau. Nach diesem aufwändigen Bankentest von n-tv und FOCUS-MONEY ist geklärt, wo anspruchsvolle Kunden die besten Vermögensberater in ihrem regionalen Umfeld finden.

Die Siegerinstitute wurden am Dienstag Abend im Rahmen einer festlichen Veranstaltung in der Bertelsmann-Repräsentanz in Berlin ausgezeichnet.