Karriere

Darauf achten Personalberater und Recruiter So punkten Spitzenkräfte mit Soft Skills

Bei der Besetzung von Top-Positionen entscheidet nicht nur die Qualifikation der Bewerber. Ohne Eigenschaften wie Teamfähigkeit oder Führungsstärke wird es schwierig, an begehrte Jobs zu kommen. Wie präsentiert man sich im besten Licht?

Foto: Diagentur

Teamfähigkeit und Führungsstärke schließen sich nicht aus.

Die Ausbildung ist exzellent, die bisherigen beruflichen Stationen sprechen für sich – trotzdem ist die steile Karriere keineswegs vorgezeichnet. Fachkenntnisse sind zwar Voraussetzung für einen Job, doch wer als Spitzenkraft weiterkommen will, der braucht auch soziale Kompetenzen. Auf welche Soft Skills achten Personaler besonders? Und wie kann ein Bewerber von Anfang an mit positiven Eigenschaften überzeugen?

Über tausend neue Stellenangebote ab 60.000 Euro Jahresgehalt für Spitzenkräfte erscheinen täglich bei dem Premium-Karrieredienst Experteer. Wer sie liest, erkennt schnell: Der "einsame Wolf", der Entscheidungen im Alleingang trifft und Mitarbeiter nur als Weisungsempfänger betrachtet, hat in den wenigsten Firmen eine Zukunft. Vielmehr sind Führungskräfte als Konfliktlöser gefragt oder als Koordinatoren, die im Zusammenspiel mit den Mitarbeitern komplexe Aufgaben lösen. Teamfähigkeit zählt in den meisten Jobausschreibung zu den Basisqualifikationen. Darunter verstehen Arbeitgeber normalerweise mehr als gemeinsame Mittagspausen oder ein höfliches Miteinander. Letzteres sollte selbstverständlich sein.

Wichtig ist es vielmehr, seine Rolle in einem Team zu erkennen und die eigenen Talente sinnvoll einzubringen und auszuprägen. Für die Karriereberaterin Svenja Hofert gehört auch die Bereitschaft dazu, sich auf die Expertise der Mitarbeiter zu stützen und deren fachliche Perspektive wertzuschätzen. Unabdingbar ist dabei eine gewisse Menschenkenntnis: Wer Personalverantwortung trägt, sollte einschätzen können, was er von einzelnen Kollegen verlangen kann und wie er die Potentiale der Einzelnen voll abrufen kann.

Blender werden schnell entlarvt

Auch über die eigenen Stärken und Schwächen sollten sich Bewerber im Klaren zu sein. Ein gewisses Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl sind unabdingbar, wenn man andere Menschen von den eigenen Zielen und Wünschen überzeugen will. Aufgesetztes Selbstbewusstsein oder Überheblichkeit fallen dagegen negativ auf – gute Personaler lassen sich davon nicht blenden. Idealerweise verfügen Bewerber über so etwas wie natürliche Autorität. Die kann man nicht antrainieren, aber oft wächst sie mit dem Alter. "Lebenserfahrung ist da hilfreich", sagt die Personalberaterin Annekathrin Vollbrecht von xinonet.

Charisma hilft allerdings wenig, wenn der Bewerber gar nicht eingeladen wird, weil die Qualifikation zu wünschen übrig lässt. Umgekehrt kann Fachkompetenz nur bedingt menschliche Defizite kompensieren. "Die Kombination aus Qualifikation und Persönlichkeit muss stimmen", sagt Vollbrecht. "Das Eine ist ohne das Andere nicht vollständig."

Der erste Eindruck zählt

Für Bewerber ist es umso wichtiger, schon beim ersten Eindruck zu punkten – und der entsteht schon vor dem persönlichen Kontakt. Ein interessantes Profil entscheidet darüber, ob ein Kandidat überhaupt in Erwägung gezogen wird. Das gilt für die Bewerbungsmappe ebenso wie für die Online-Präsenz, wie zum Beispiel bei dem Premium Karrieredienst Experteer. Wer von Firmen und Personalberatungen online gefunden und angesprochen werden will, sollte sich möglichst professionell darstellen. Das bedeutet in erster Linie, ein vollständiges Profil anzulegen und nicht nur ein paar Informationshäppchen zu veröffentlichen. Ein attraktives Businessfoto sollte selbstverständlich sein.

Besonders interessieren sich Firmen für den Lebenslauf. Bei Experteer kann man ihn direkt als PDF hochladen und als besonderen Service vom CV Coach Check überprüfen lassen.

Soft Skills im Lebenslauf einfach stichpunktartig herunterzubeten, ist allerdings wenig überzeugend. Wer sich eine bestimmte Eigenschaft zuschreibt, sollte auch erklären können, bei welchen Gelegenheiten oder Projekten die Talente besonders zum Tragen kamen. Neugierig werden Personalberater wie Vollbrecht, wenn sie in der Vita einen roten Faden erkennen können: "Ich will ein Gespür für den Menschen und seine Fähigkeiten und Erfahrungen entwickeln können."

Referenzen und wichtige Projekte und Erfolge runden das Bild ab. Und je mehr Informationen der Kandidat über seine Karrierewünsche äußert, desto erfolgreicher kann er angesprochen werden. Bei Experteer hinterlegen Kandidaten konkret Karriereziele. Stimmen diese mit der offenen Stelle überein, können Recruiter oder Personalberater den Kandidaten gezielt ansprechen. 

Quelle: n-tv.de, ino

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