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Augen Richtung GriechenlandDow im Freudentaumel

08.03.2012, 22:40 Uhr
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Gibt es schon Zahlen? Belastbare Angaben zur Teilnahmequote sind erst am Freitag zu erwarten. (Foto: AP)

Die Wall Street versucht weiter, die herben Verluste vom Dienstag aufzuholen: Dow und Co. kämpfen sich weiter nach oben, diesmal angetrieben von freudiger Kunde aus Griechenland und vom Konjunktursektor. Rohstoffwerte stehen hoch im Kurs der Anleger.

Der wohl erfolgreiche Schuldentausch Griechenlands hat den wichtigsten US-Indizes am Donnerstag weiteren Auftrieb gegeben. Zudem machten Börsianer Wirtschaftsdaten aus Deutschland und Japan für die freundliche Stimmung verantwortlich.

Diese führte den Dow Jones Industrial um 0,6 Prozent nach oben auf 12.908 Punkte. Den massiven Kursrutsch vom Dienstag machte der Leitindex damit in der Spitze fast wett. Der S&P 500 gewann derweil 1,0 Prozent auf 1366 Punkte. An der Technologiebörse Nasdaq stieg der Composite Index um 1,2 Prozent auf 2970 Punkte. Der Auswahlindex Nasdaq 100 verbesserte sich um 1,1 Prozent auf 2637 Punkte. In Frankfurt war der Dax 2,4 Prozent in die Höhe geschnellt und bei 6835 Zählern aus dem Handel gegangen.

Athen soll laut Medienberichten bei der Beteiligung der privaten Gläubiger am Schuldenschnitt sogar die 90-Prozent-Hürde genommen haben. Damit würde der erwartete zwangsweise Schuldenschnitt noch abgewendet.

Gut aufgenommen wurden auch Wirtschaftsdaten: In Deutschland war die Gesamtproduktion im Januar überraschend stark gestiegen, und Japans Wirtschaft ist im dritten Quartal des laufenden Steuerjahres 2011/12 (31. März) weniger geschrumpft als gedacht. Dies habe die stärker gestiegenen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe in den Hintergrund gedrängt.

Die drei "A"

Gesucht waren etwa Rohstoffwerte. Alcoa führten mit einem Plus von 2,3 Prozent die Gewinnerliste an. Zudem szanden Apple nach der Präsentation des neuen iPads am Vortag unter besonderer Beobachtung. Die Aktie schloss mit einem Aufschlag von 2,1 Prozent.

Der Energiekonzern Exxon sorgte bei den Anlegern für Ernüchterung. Trotz erheblicher Investitionen in neue Projekte geht das Unternehmen davon aus, im laufenden Jahr drei Prozent weniger Öl und Erdgas zu fördern als 2011. Zwar soll die Produktion bis 2016 im Jahresschnitt um ein bis zwei Prozent wachsen, das Exxon-Papier verlor trotzdem 1,2 Prozent.

Auch McDonald's gehörte zu den Verlierern, die Anteilscheine verloren 3,2 Prozent an Wert. Der Umsatz der Fast-Food-Kette stieg im Februar weniger stark als erwartet.

Staates auf 70 von bislang 77 Prozent reduziert werden.

American International Group (AIG) reduzierten sich um 3,8 Prozent. Die Mitteilung über den Verkauf von Aktien des Versicherers durch die US-Regierung belastete hier. Das US-Finanzministerium will AIG-Aktien im Volumen von 6 Mrd. Dollar platzieren, von denen AIG selbst die Hälfte übernehmen will. Der Staat hatte im Zuge der Finanzkrise AIG mit 182 Mrd. Dollar gerettet und war dabei größter Anteilseigner geworden.

Quelle: ntv.de, dpa/rts/DJ