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Gegen die guten US-DatenEuro lässt Muskeln spielen

05.05.2014, 17:30 Uhr
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Verharrt auf hohem Niveau: Der Euro kostet weiter deutlich über 1,38 Dollar. (Foto: REUTERS)

Der Euro zeigt weiter Stärke. Robuste US-Wirtschaftsdaten können den Aufwärtstrend nicht aufhalten.

Der Euro hat mit der Veröffentlichung schwächerer chinesischer Konjunkturdaten etwas zugelegt. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,3878 Dollar und damit in etwa so viel wie vor dem Wochenende. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,3874 (Freitag: 1,3862) Dollar fest.

Erst am Nachmittag brachte die Veröffentlichung neuer US-Konjunkturdaten neue Bewegung in den Markt. Der ISM-Index für den Servicesektor der weltgrößten Volkswirtschaft konnte im April stärker als von Ökonomen erwartet zulegen.

"Nach der Stagnation im ersten Quartal dürfte die US-Wirtschaft im Frühjahr wieder Fahrt aufnehmen", kommentierte Experte Ralf Umlauf von der Helaba. Trotz der überzeugenden US-Daten konnte sich der Euro im Plus behaupten. Auch aus der Eurozone kamen zum Wochenauftakt positive Schlagzeilen. So hat sich das ehemalige Krisenland Portugal entschlossen, ohne überbrückende Kreditzusagen aus dem Ausland den Euro-Rettungsschirm zu verlassen.

"Portugal hat die letzten drei Jahre gut genutzt und umfangreiche Reformen umgesetzt", erklärte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble. Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,82293 (0,82140) britische Pfund, 141,44 (142,06) japanische Yen und 1,2174 (1,2189) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1281,25 (1281,25) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 29.630,00 (29 310,00) Euro.

Quelle: ntv.de, jwu/rts/dpa