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Warten auf die EZB Euro erholt sich von Franken-Schock

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(Foto: imago/Hans-Günther Oed)

Nach seinem Sturz auf ein Elf-Jahres-Tief nach der Entscheidung der Schweizer Nationalbank zur Freigaben des Franken-Kurses erholt sich der Euro wieder etwas: Europas Gemeinschaftswährung erobert sogar die Marke von 1,16 Dollar zurück.

Der Euro hat sich am Montag von seinen starken Verlusten in der vergangenen Woche vorerst erholt. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1638 US-Dollar, nachdem sie am Freitag noch auf 1,1460 Dollar und damit den tiefsten Stand seit November 2003 gefallen war. Am Mittag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,1605 Dollar festgesetzt, das waren 17 Cent mehr als der Freitags-Referenzkurs.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,13

Der Euro erhole sich vom Schock der Vorwoche, als die Schweizer Zentralbank in einem dramatischen Schritt ihren Mindestkurs von 1,20 Franken zum Euro aufgegeben hatte, hieß es aus dem Handel. Der Fokus richtet sich aber mittlerweile immer stärker auf die EZB. "Jetzt hängt alles an der EZB", beschrieb Thu Lan Nguyen von der Commerzbank die Lage. Sollte die europäische Notenbank am Donnerstag ein massives Kaufprogramm von Staatsanleihen beschließen, das die bisherigen Erwartungen übertrifft, dürfte sich der Kurs des Euro wieder abschwächen.

Allgemein wird erwartet, dass die Notenbank im großen Stil in den Kauf von Staatsanleihen aus der Eurozone einsteigen wird. Laut Medienberichten läuft die Suche nach einem Kompromiss für die umstrittene neue Geldschwemme auf Hochtouren. Offenbar wollen die Währungshüter um EZB-Chef Mario Draghi den Kritikern der geplanten milliardenschweren Anleihekäufe zumindest etwas entgegen kommen. Mit dem erneuten Öffnen der Geldschleusen will sich die EZB gegen die schwache Konjunktur und die zu niedrige Inflation stemmen.

Quelle: n-tv.de, kst/dpa

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