Marktberichte

Wieder einmal die Fed-Frage Euro muss die 1,36er Marke aufgeben

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Der Dollar legt im Tagesverlauf zum Euro zu.

(Foto: REUTERS)

Die US-Wirtschaft kommt in Schwung. Das stützt den Dollar und hebt die Frage nach der verbleibenden zeit des billigen Geldes erneut auf die Agenda. Zudem fiel das deutsche Wirtschaftswachstum 2013 etwas schwächer aus als zunächst erwartet.

Der Euro hat zur Wochenmitte spürbar unter Druck gestanden. Am späten Mittwochnachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,3590 US-Dollar. Das war fast ein Cent weniger als im asiatischen Handel. Für Belastung sorgten Konjunkturdaten. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3606 Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7350 Euro.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,18

Deutschlands Wirtschaft ist im vergangenen Jahr etwas schwächer als erwartet gewachsen. Der Euro reagierte mit Verlusten. Das vergleichsweise magere Wachstum von 0,4 Prozent stützte sich ausschließlich auf den Konsum der privaten und öffentlichen Haushalte. Die Investitionen von Unternehmen und Staat waren ebenso rückläufig wie die Bauausgaben. Der Außenhandel, normalerweise das Zugpferd der deutschen Wirtschaft, bremste die Konjunktur ebenfalls aus.

US-Wirtschaft legt den Gang ein

Zusätzlich unter Druck geriet der Euro durch Konjunkturdaten aus den USA. Dort hellte sich die Industriestimmung trotz Kältewelle im Januar spürbar auf. Das deutet auf eine anhaltend robuste Wirtschaftsentwicklung hin. Dies wiederum würde es der US-Notenbank Fed ermöglichen, ihre extrem lockere Geldpolitik im Jahresverlauf schrittweise zurückzufahren. Die Aussicht auf weniger Zentralbankgeld lässt den Dollar steigen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,83020 britische Pfund, 141,86 japanische Yen und 1,2354 Schweizer Franken fest.

Quelle: ntv.de, jwu/rts/DJ